Nächstes Drama für Kamila Valieva? Eiskunstläuferin (15) muss offenbar vor russisches Gericht

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Dopinfall nimmt Fahrt auf

Nächstes Drama für Kamila Valieva? Eiskunstläuferin (15) muss offenbar vor Gericht

ARCHIV - 07.02.2022, China, Peking: Olympia, Eiskunstlauf, Teamwettbewerb im Hauptstadt-Hallenstadion. Kamila Walijewa vom Russischen Olympischen Komitee in Aktion. (zu 

Kamila Valieva brach bei den Olympischen Spielen unter der Last einer positiven Dopingprobe zusammen.

fux, dpa, Peter Kneffel

17. September 2022 um 15:30 Uhr

Die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar wurden überschattet vom Drama um die junge russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva. Die damals 15-Jährige führte erst die Mannschaft zu Gold, ehe sie im Einzel unter der Last eines positiven Dopingtests zerbrach. Die Bilder des überforderten Mädchens und ihrer eiskalten Trainerin Eteri Tutberidse gingen um die Welt – und sorgten für Debatten über die Erbarmungslosigkeit des Systems.

Lese-Tipp: {window.dataLayer.push({event: ‘link_click’,link_type: ‘intern’,link_url: ‘https://www.rtl.de/cms/olympia-2022-kamila-walijewa-die-aberwitzige-faszination-fuer-das-gedopte-maedchen-4919569.html’})})()”> Die aberwitzige Faszination für ein gedoptes Mädchen

In den vergangenen Wochen war es ruhig geworden um Valieva geworden, die nach den Spielen in der Heimat unter anderem von Staatspräsident Wladimir Putin öffentlich getröstet worden war. Russland wollte damit dem Eindruck entgegentreten, dass die 15-Jährige nun einfach fallen gelassen werde. Wie so viele Mädchen zuvor, die auf dem Eis nicht das erbracht hatten, was man von ihnen erwartet hatte. In dieser Woche tauchte der Name Valieva nun mal wieder auf – und ihr Dopingfall rückt nun wieder ins Rampenlicht.

Ein Schritt, der nichts Gutes bedeutet

Wie die russische Antidoping-Agentur RUSADA bekannt gab, habe sie ihre Untersuchung nun abgeschlossen und werde zeitnah mit Anhörungen beginnen. Welche Resultate die Ermittlungen zu Tage befördert haben, ließ die Behörde offen. Der Chef der US-Antidoping-Agentur Travis Tygart glaubt, dass dieser Schritt für die Athletin nicht Gutes verheiße. “Es sieht danach aus, dass die Ermittlung der RUSADA vorbei ist und der Fall nun vor Gericht geht. Das heißt, sie müssen belastbare Beweise eines Verstoßes gefunden haben”, sagte er der “USA Today”. “Ansonsten hätten sie den Fall geschlossen und die WADA über ihr Berufungsrecht informiert.”

Lese-Tipp: {window.dataLayer.push({event: ‘link_click’,link_type: ‘intern’,link_url: ‘https://www.rtl.de/cms/die-russischen-wegwerfmaedchen-kommentar-zum-fall-kamila-walijewa-bei-olympia-2022-4920932.html’})})()”> Die russischen Wegwerfmädchen

In einer Dopingprobe Valievas vom 25. Dezember 2021 war der verbotene Stoffwechsel-Modulator Trimetazidin entdeckt worden. Ausgewertet

war die Probe aber erst am 8. Februar – einen Tag nach dem Sieg des Russischen Olympischen Komitees (ROC) um Valieva im Olympischen Teamwettbewerb. Die Medaillen in dieser Konkurrenz wurden immer noch nicht vergeben. Hauptsächlich, weil Russland die Aufarbeitung des Doping-Falles nach Einschätzung von Experten unnötig in die Länge zieht.

“Es bleibt eine empörende Situation”

Auch Tygart ist entsetzt über das Vorgehen der russischen Behörden. “Gerechtigkeit nach den Winterspielen so lange zu verzögern, hat die anderen Athleten um ihre Medaillenehrung gebracht. Und es ist kein Ende in Sicht”, klagte er. Ähnlich sieht das auch die Chefin des US-amerikanischen Olympischen Komitees Sarah Hirshland. Die USA hatten hinter Russland den zweiten Platz belegt und sind von der Hinhaltetaktik besonders betroffen.

Lese-Tipp: {window.dataLayer.push({event: ‘link_click’,link_type: ‘intern’,link_url: ‘https://www.rtl.de/cms/kamila-walijewa-eine-kalte-traegodie-von-missbrauch-und-schmerz-4921023.html’})})()”> “Eine kalte Trägodie von Missbrauch und Schmerz”

“Es bleibt eine empörende Situation”, prangerte Hirshland an. “RUSADA hat angekündigt, dass es disziplinarische Anhörungen geben wird. Das ist alles, was wir wissen. Ich habe keinerlei Details.” Die US-Seite rechnet damit, dass sich der Fall noch über Jahre hinziehen wird. Allein schon, weil es als sicher gilt, dass die unterlegene Seite – sei es Valieva bei einer Verurteilung oder die Welt-Anti-Doping-Agentur bei einem Freispruch – letztlich vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ziehen wird. “Wir stehen vor der möglichen Situation, dass es bis 2024 nicht aufgelöst ist. Das ist furchtbar”, prognostizierte Anwalt Paul Greene, der die US-Eiskunstläufer vertritt. (tno)

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