Tour de France 2022: “Gar keinen Bock!” Geschke-Drama in Pyrenäen

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Der Traum vom ersten Deutschen, der das Bergtrikot nach Paris trägt, ist ausgeträumt!

Auf der 18. Etappe der Tour de France 2022 von Lourdes nach Hautacam verpasste Simon Geschke den Zug des Tages und verlor damit auch sein gepunktetes Trikot, was er so lange getragen hatte.

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Geschke: „Game over, da bin ich explodiert“

Geschke erklärte nach Zielankunft bei Eurosport, dass ihm schon früh klar gewesen sei, dass er mit dem Kampf um das gepunktete Trikot nichts zu tun haben werde. „Es wäre auch so sehr eng geworden. Am Aubisque war es Game over, da bin ich explodiert.“

Das sei das Ergebnis der Frühphase der Etappe gewesen. „Auf den ersten 60km habe ich etwas zu viel gemacht, weil ich unbedingt in die Gruppe wollte. Das kostet für so einen leichten Fahrer wie mich enorm Kraft.“

Auch die Tatsache, dass er mit neun Tagen an der Spitze der Bergwertung einen neuen deutschen Rekord aufgestellt hatte, konnte den Freiburger nicht aufmuntern. Denn der historische Gewinn des Bergtrikots eines deutschen Fahrers bleibt erneut aus.

„Es ist schön, aber dafür gibt es halt kein Preisgeld für den deutschen Rekord.“ Natürlich sei es eine schöne Sache, aber „es wäre auch schön, wenn mal ein Deutscher die Bergwertung gewinnen könnte.“

Als Zweiter im Bergtrikot? „Gar keinen Bock drauf“

Eine Tatsache lag Geschke noch besonders im Magen. Da Vingegaard als Gesamtführender mit dem Gelben Trikot auf die letzten Etappen Richtung Paris geht, bleibt der Cofidis-Fahrer als Platzhalter für den Dänen weiterhin im Bergtrikot.

„Es ist eigentlich das Schlimmste, das Trikot jetzt als Zweiter zu tragen“, gestand er und fügte hinzu: „Da habe ich gar keinen Bock drauf.“ Aber so sei nun mal die Regel. „Damit muss ich jetzt leben.“

Mit etwas Abstand meldete sich der deutsche Tour-Held nochmal via Twitter zu Wort und bedankte sich für die überragende Unterstützung. Zwar sei es bitter, das Trikot auf der letzten Bergetappe zu verlieren, „aber das ist Sport.“ Auch an sein Team Cofidis hatte er noch einen speziellen Dank: „Wir sind zwar gestorben, aber wir haben es probiert.“

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Vingegaard: „Wollte für Freundin und Tochter gewinnen“

Naturgemäß war die Euphorie

beim Tagessieger größer.

Es ist unglaublich“, reagierte Vingegaardauf seinen Erfolg und widmete ihn seiner Freundin und seiner Tochter. „Ich wollte für meine Freundin und meine Tochter gewinnen und ich habe es geschafft. Ich bin sehr stolz. Das ist für meine zwei Mädels daheim.“

Allerdings gab er auch zu, dass es eine mehr als harte Etappe war. Im Ziel sei er nur noch froh gewesen, dass es vorbei war. „Es war wirklich hart.“

Ohne sein Team wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen, wie er betonte. „Vielen Dank an meine Teamkollegen. Ich hätte das ohne sie nie schaffen können.“

Wout van Aert wird angriffslustigster Fahrer

Einer dieser Teamkollegen ist Wout van Aert (Jumbo-Visma), der lange Zeit in einer Ausreißergruppe das Feld anführte, und ebenfalls am gepunkteten Trikot anklopfte.

Rund 5km vor Ankunft holte jedoch die Gruppe um den Gesamtführenden Vingegaard und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) auf. Van Aert spannte sich dann vor seinen Teamkapitän und unterstützte Vingegaard dabei, das Gelbe Trikot zu verteidigen.

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Tour 2022: Vingegaard zeigt seine ganze Klasse

Bereits zuvor hatten sich der Däne und sein slowenischer Herausforderer ein hartes Duell um das Maillot Jaune geliefert. Gut 30km vor dem Ziel dann der erste Schreckmoment: Vingegaard verlor in einer Abfahrt kurz die Kontrolle, fing sich aber stark ab und konnte einen Sturz verhindern.

Nur wenig später geriet Pogacar in Bedrängnis. Aber auch der Gesamtzweite konnte Schlimmeres verhindern. Vingegaard wartete auf seinen Konkurrenten, der sich per Handshake bedankte und weiter ging das Duell.

Knapp vier Kilometer vor dem Ziel kam dann der entscheidende Angriff des Dänen, der im Windschatten von van Aert der Ziellinie entgegenflog. Am Ende vergrößerte er im Alleingang den Vorsprung in der Gesamtwertung auf Pogacar auf 3:26 Minuten.

Der Kampf um Gelb sei jedoch noch nicht entschieden, wie Vingegaard im Ziel betonte. „Über den Gesamtsieg will ich noch nicht sprechen. Es sind noch ein paar Tage. Sprechen wir in Paris darüber.“

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